• Der Berg der Franken

    Staffelberg

    Der Staffelberg mit seinem vorgeschichtlichen besiedelten Hochplateau ist alljährlich das Ziel einer Vielzahl von Wanderern und Touristen, die teils durch den eigentümlichen Reiz der Landschaft infolge eines harmonischen Zusammenwirkens von Natur und Kultur, teils durch seinen Reichtum an prähistorischen Funden angelockt werden.

Die Geschichte der Stadt Bad Staffelstein und ihrer Umgebung war bereits im frühen Altertum bedeutungsvoll.

Auf dem mehrere tausend Meter südöstlich der Stadt gelegenen Staffelberg waren bereits zur jüngeren Steinzeit, zur frühen Bronzezeit, zur Urnenfelder- und zur späten Hallsteinzeit, also vom 3. bis zum l. Jahrtausend v. chr. ‚ mit Unterbrechungen immer wieder neue Wohnplätze angelegt worden.

menosgada-modellIm 1. Jahrtausend wurde auf dem in das Maintal vorspringende Bergsporn eine große keltische Stadt errichtet, als deren Namen wohl „Menosgada“ angenommen werden kann. Ihre Grundfläche war mit ungefähr 50 ha wesentlich größer als die des mittelalterlichen Staffelstein. Eine große 300 m lange Mauer mit vorgelegten Gruben riegelte das Gelände gegen die Hochfläche der Alb ab. „Menosgada“ war die damalige keltische Hauptstadt am Obermain.

Die Stadt ging um Christi Geburt durch die germanische Einwanderung zugrunde. Kurzfristig entstand im Nordosten von Staffelstein eine neue Siedlung. Weitere vorübergehende Siedlungen sind vom 3. bis 6. Jh. bekannt geworden. Die ersten schriftlichen Nachweise setzen im Raum Staffelstein mit der ostfränkischen Ausbreitung um die Mitte des 8. Jh. ein. Es dürfte wahrscheinlich sein, dass der urkundlich und kirchengeschichtlich ausgewiesene Ort erst im 8. oder 9. Jh. entstanden ist.

Staffelstein bildete mit Bang einen karolingischen Reichsgutbezirk am Fuße des Staffelberges. Die frühmittelalterliche Besiedlung auf der Höhe des Banger Berges war etwa im 8. Jh. entstanden.

Beannacht (keltisches Gedicht)

Der Tag, an dem die Last auf deinen Schultern unerträglich wird und du strauchelst, möge die Erde tanzen, dir das Gleichgewicht wiederzugeben.

Und wenn deine Augen hinter grauem Fenster zu Eis erstarren und das Gespenst des Verlustes sich einschleicht, möge ein Schwarm von Farben, tiefblau, rot, grün und azur, herbeikommen, dich auf einer Au der Freude aufzuwecken.

Wenn die Leinwand der curach des Denkens spröde wird und ein Fleck Ozean schwarz unter dir wächst, möge ein Pfad gelben Mondlichts sich über die Wellen legen, dich sicher ans Ufer zu führen.

Möge die Nahrung der Erde dein sein, möge die Klarheit des Lichts dein sein, möge die Flüssigkeit des Ozeans dein sein, möge der Schutz der Ahnen dein sein.

Und möge ein sanfter Wind diese Worte der Liebe um dich schmiegen, wie ein unsichtbarer Mantel, der dein Leben behüten soll.