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Der Berg der Franken
Der Staffelberg ist ein 539 Meter hoher Zeugenberg in Oberfranken, am nordwestlichen Rand der Fränkischen Schweiz und nur einen Katzensprung von Bad Staffelstein entfernt. Seinen Namen trägt er wegen seiner Form: Die Flanken steigen in deutlich sichtbaren Stufen an — den „Staffeln“, in denen sich die Gesteinsschichtung aus der Jurazeit abzeichnet.
Vom Plateau reicht der Blick über das Obermaintal, hinüber zum Kloster Banz und bei klarer Luft bis zu den Haßbergen und in die Rhön. Zusammen mit Banz und der Basilika Vierzehnheiligen bildet der Staffelberg das „Dreigestirn“ im Gottesgarten; das Frankenlied besingt die Aussicht von hier oben.
7000 Jahre Besiedlung
Das Hochplateau ist seit über 7000 Jahren bewohnt. Von etwa 150 bis 50 vor Christus stand hier das keltische Oppidum Menosgada, überliefert vom griechischen Geografen Ptolemäus. Ausgrabungen zwischen 2017 und 2019 legten ein Zangentor frei: 7,1 Meter breit, vermutlich rund 12,5 Meter hoch — eines der größten bekannten seiner Art. Wer heute über das Plateau geht, läuft über einen Stadtgrundriss.
Kapelle, Fahne, Sagen
Auf dem Gipfel stehen die Adelgundiskapelle und die Staffelbergklause. Seit 1663 wird am ersten Sonntag im Juli Kirchweih gefeiert, und über allem weht die rot-weiße Frankenfahne mit dem Fränkischen Rechen — wegen des rauen Windes wird sie jedes Frühjahr erneuert. Erzählt wird hier oben von den „Querkele“, kleinen Berggeistern in ihrer Höhle, und vom goldenen Fisch im Innern des Bergs, der samt seinem See verschwand, als ein Fischer ihn aus Gier fangen wollte.
Hinauf kommt man von überall
Acht Wege führen auf den Staffelberg. Der kürzeste startet am Wanderparkplatz Romansthal: rund ein Kilometer, 20 bis 30 Minuten. Der Berg ist geschütztes Naturdenkmal — auf dem Plateau gilt striktes Fahrverbot für Autos, Fahrräder und E-Bikes, das letzte Stück ist reine Fußsache.
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